Wie äußert sich Stress?
Es gibt zwei Arten von Stress: den anspornenden (Eu-)Stress, der uns kurzfristig leistungsfähiger macht, und Stress, der sich gegen uns selbst richtet mit dauerhafter Alarmbereitschaft, die uns zermürbt (Di-Stress). Je häufiger wir in diesen Zustand geraten, desto überreizter reagiert unser Nervensystem darauf. Das bringt uns bei Tag um die Fähigkeit, zur Ruhe zu kommen und nachts um den Schlaf.
Stress zeigt sich auf vier Ebenen. Kennen Sie diese Symptome von sich?
- Körperlich: Anspannung, schneller Herzschlag, vermehrtes Schwitzen, unwillkürliche Bewegungen/Zuckungen, Engegefühl in der Brust
- Gedanklich: „Das schaffe ich sowieso nicht“, „die müssen doch sehen, was ich alles leiste“, „ich bin nicht gut genug“ oder „Mir ist das alles zu viel“
- Emotional: sich ausgelaugt, kraftlos oder ärgerlich fühlen
- Verhalten: Gereiztheit, andere unterbrechen, übermäßiger Konsum von Alkohol, Essen, Drogen
Halten mehrere dieser Beispiele oder Situationen über längere Zeit an, lohnt es sich, genauer hinzuschauen, bevor daraus eine chronische Überlastung oder gar ein Burnout wird.
Warnzeichen, die auf eine stärkere Erschöpfung hindeuten können:
- Anhaltende Müdigkeit trotz Erholungsphasen
- Schlafstörungen oder nächtliches Grübeln
- Zunehmende innere Distanz zu Arbeit oder Alltag
- Nachlassende Konzentration und Entscheidungsfähigkeit
- Das Gefühl, „nur noch zu funktionieren“
- Innere Leere und Freudlosigkeit
Einzelne Symptome bedeuten noch keinen Burnout; bei anhaltender oder sehr starker Symptomatik ist ggf. eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

© Cornelsen/Karin Mall, 2016
Wege zum Stressabbau
In der Therapie oder beim Coaching setzen Stressabbau und dauerhafte Stressbewältigung an drei Punkten an:
- Bei den Stressoren selbst
- Bei der eigenen Bewertung der Situation und
- Bei der körperlichen Stressreaktion
Kurzfristige Stressbewältigung:
- Bewegung (kurzer Spaziergang, Hände ausschütteln, Radfahren)
- Bewusste Bauchatmung, z. B. 4 Sekunden einatmen, 6-8 Sekunden ausatmen
- Klopftechnik nach Dr. Bohne
- Kaltes Wasser
- Die 10-10-10-Regel: Wie werde ich die Situation in 10 Tagen, 10 Wochen, 10 Monaten bewerten?
Langfristig bei anhaltender Belastung:
- Eigene Stressoren identifizieren, z. B. mit einem Stresstagebuch oder Übungen zur Achtsamkeit
- Blockierende Denkmuster erkennen und hinterfragen (z. B. „Wenn etwas liegen bleibt, habe ich versagt“)
- Innere Antreiber wie Perfektionismus oder „Ich darf niemanden enttäuschen“ bewusst machen
- Resilienz stärken: Die innere Widerstandskraft lässt sich ein Leben lang trainieren
Diese Ansätze helfen, das eigene Nervensystem nachhaltig zu beruhigen und den Cortisolspiegel wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Neben klassischen Methoden der Stressbewältigung gibt es auch innovative, körperorientierte Verfahren, die gezielt an der Stressreaktion selbst ansetzen.
PEP® als wirksame Methode zur Stressbewältigung
Eine besonders gut erforschte Methode, um das Nervensystem des Menschen schnell zu beruhigen, ist PEP® (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie) nach Dr. Michael Bohne. Dabei kommt eine spezielle Klopftechnik zum Einsatz, die belastende Gefühle wie Angst, innere Unruhe oder Stress gezielt reduzieren kann – direkt im Moment des Erlebens. PEP® eignet sich besonders, wenn Sie:
- eine Klopftechnik gegen Anspannung erlernen möchten
- schnelle, spürbare Entlastung in akuten Stresssituationen suchen
- Ihre Stressreaktion nicht nur verstehen, sondern körperlich regulieren möchten
- Nicht nur Ihre Symptome, sondern auch das zugrundeliegende Muster dauerhaft verändern wollen
[Mehr Über PEP® erfahren und die Klopftechnik lernen] (Link zur bestehenden PEP-Unterseite)
Mein Angebot als Psychologin in Köln
Ich bin Diplom-Psychologin und habe zusätzliche Qualifikationen in systemischer Beratung, Mediation und Supervision. Ich habe mehrere Entspannungsverfahren wie PMR (Progressive Muskelrelaxation) und Bodyscan gelernt und kann sie auf Wunsch vermitteln. Seit Jahren helfe ich Menschen dabei, ihre persönlichen Stressoren zu erkennen und individuelle Wege aus der Überlastung zu finden im Seminar, im Training oder im Coaching. Das kann ich jetzt noch besser durch PEP®, der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie – schnell, effektiv und mit direkter Reorganisation von neuronalen Netzwerken im Gehirn, wissenschaftlich gesichert, in der Therapie erprobt. Gemeinsam analysieren wir systematisch:
- Welche beruflichen und privaten Belastungen wirken derzeit auf Sie ein?
- Wo überschreiten Sie regelmäßig Ihre eigenen Grenzen?
- Welche persönlichen Stressverstärker spielen eine Rolle?
- Wie können Sie Erholung fest in Ihren Alltag integrieren?
- Was hindert Sie daran, Dinge umzusetzen, obwohl sie es schon besser wissen?
Es gibt kein Patentrezept, das für alle passt, deshalb entwickeln wir gemeinsam Lösungswege, die zu Ihrem Leben passen. Erste Erleichterung erleben meine Klienten und Klientinnen meist schon in den ersten 2-3 Sitzungen à 2 Stunden, vielleicht mit einem Update nach ein paar Wochen. Mit 5-6 Sitzungen kann eine dauerhaft gut funktionierende Stressbewältigung erreicht werden.
Was bringt Ihnen eine ganzheitliche Stressbewältigung?
- Zunehmende Gelassenheit und Zuversicht
- Ausgeglichene Stimmungslage
- Abbau von Angst
- Verbesserung von nervösen Magen- und Darm-Beschwerden
- Abklingen von Ein- und Durchschlafstörungen
- Verbesserung von Kopfschmerzen
Möchten Sie den ersten Schritt gehen? Vereinbaren Sie einen zeitnahen Termin. Gemeinsam finden wir heraus, was genau Sie stresst, welcher Weg für Sie der richtige ist, um Ihr Nervensystem zu beruhigen und Stress nachhaltig abzubauen. Sie entscheiden jederzeit selbst, ob es Ihnen hilft und Sie weitermachen möchten. Unsere Berater-Klienten-Beziehung ist transparent und auf Augenhöhe.